5. Forschungstag IT-Sicherheit NRW: „IT-Sicherheit für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz“

Der 5. Forschungstag findet am 25. Juni 2018 in Sankt Augustin im Schloss Birlinghoven statt.

Als Teil der weiter voranschreitenden Globalisierung und Digitalisierung vernetzt sich unsere Welt immer schneller: Unternehmen, Privatpersonen, Maschinen und Computer sind vernetzter denn je. Selbstfahrende Autos, „intelligente“ Häuser und Service-Roboter sind nur einige Beispiele für neuartige, autonome Systeme. Sie sind lernfähig, entwickeln sich kontinuierlich weiter und treffen sogar in unvorhergesehen Situationen eigene Entscheidungen, die auch sicherheitskritisch sein können. Diese Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz – insbesondere dem Maschinellen Lernen – stellt die IT-Sicherheitsforschung vor viele neue Herausforderungen. Das Bedrohungspotential für autonome System ist groß, vor allem da sich die Angriffspunkte vervielfachen und die zu verarbeitenden Datenmengen erhöhen. Ein Angriffspotenzial liegt zum Beispiel in den Mechanismen zur Wahrnehmung der Außenwelt, da das System über diese Art Input manipulierbar ist. Wie kann die Datenqualität durch das autonome System richtig beurteilt werden und wie kann verhindert werden, dass eine falsche Umgebung dem selbstlernenden System vorgetäuscht oder gelehrt wird?

Autonome Systeme haben ein ausgeprägtes Verständnis der eigenen Aufgabe und Fähigkeiten selbstständig Handlungsentscheidungen zu treffen. Es besteht die Gefahr, dass ein nicht-intendiertes Außerkraftsetzen der IT-Sicherheit die Sicherheit der Nutzer und Produktionsabläufe gefährdet. Durch das hohe Maß an Eigenständigkeit und Flexibilität bieten autonome Systeme bislang unbekannte und unerforschte Einfallstore von außen. Es stellen sich zum Beispiel die Fragen, wie die autonomen Systeme die Qualität der Daten richtig beurteilen können und wie selbstlernende Systeme vor simulierten oder manipulierten Außeninformationen geschützt werden können.

Anmeldeschluss ist 19.6.2018!

In diesem Jahr übernimmt Frau Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, die Schirmherrschaft für den 5. Forschungstag IT-Sicherheit NRW.

Grußwort

Die Digitalisierung ist ohne IT-Sicherheit undenkbar. Ob Datenschutz oder Datensicherheit, ob Schutz von Privatheit und Selbstbestimmtheit, Schutz kritischer Infrastrukturen oder die Sensibilisierung der Nutzerinnen und Nutzer – all das sind Schlüsselaspekte der Digitalen Transformation. Deshalb muss IT-Sicherheit bei allen digitalen Vorhaben berücksichtigt werden. Nordrhein-Westfalen ist seit vielen Jahren führend im Bereich der IT-Sicherheitsforschung. Mit 30 Hochschulinstituten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen und fast 24.000 Unternehmen der IKT-Branche bietet der Standort Nordrhein-Westfalen großes Potenzial, um die vernetzte, digitale Welt von Morgen mitzugestalten. Der diesjährige Forschungstags IT-Sicherheit NRW widmet sich mit dem Thema „IT-Sicherheit für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz“ einem sehr aktuellen Thema. Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viele Gelegenheiten, miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Kooperationen aufzubauen sowie Impulse und Ideen für Ihre Arbeit!

Isabel Pfeiffer-Poensgen
Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen